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Website selbst erstellen: Anleitung fürs Handwerk
Wenn du deine Website selbst erstellen möchtest, brauchst du zuerst einen klaren Seitenplan, verständliche Leistungsbeschreibungen und einen einfachen Weg zur Anfrage. Danach wählst du das passende System und prüfst den Auftritt auf dem Handy. Diese Anleitung führt dich durch die Arbeit, die bei einem Handwerksbetrieb tatsächlich anfällt.
Was soll deine selbst erstellte Website erreichen?
Bevor du eine Vorlage auswählst, schreibe auf, welche Anfrage du über die Website bekommen möchtest. Ein Dachdecker sucht möglicherweise Anfragen für Dachsanierungen. Ein Maler möchte private Renovierungsprojekte gewinnen. Ein Gartenpflegebetrieb möchte, dass Kunden Einsatzgebiet und angebotene Arbeiten sofort verstehen. Das sind unterschiedliche Aufgaben für die Startseite.
Beantworte dafür drei Fragen: Welche Arbeiten möchtest du anbieten? In welchem Gebiet arbeitest du tatsächlich? Wie soll jemand Kontakt aufnehmen? Daraus entsteht der erste verständliche Satz deiner Website. Allgemeine Aussagen wie Qualität aus Leidenschaft helfen einem Besucher weniger als eine konkrete Beschreibung deiner Leistungen.
Lege außerdem fest, wer Anfragen beantwortet. Ein Formular ist nur dann hilfreich, wenn die Nachricht beim richtigen Ansprechpartner ankommt. Ein Notdiensthinweis gehört nur auf die Seite, wenn du diesen Dienst auch wirklich anbietest. Bei einer professionell erstellten Website sollten dieselben Fragen vor der Gestaltung geklärt werden.
Welche Seiten braucht eine kleine Handwerkerwebsite?
Plane jede Seite nach einer Aufgabe. Du musst nicht für jeden Gedanken einen neuen Menüpunkt anlegen. Die folgende Übersicht ist ein möglicher Ausgangspunkt für einen kleinen Betrieb. Passe sie an deine Leistungen und deine vorhandenen Inhalte an.
| Seite | Was Besucher dort erfahren sollen |
|---|---|
| Startseite | Was du anbietest, wo du arbeitest und wie eine Anfrage funktioniert. |
| Leistungen | Welche Arbeiten du übernimmst, was dazugehört und welche Informationen du für eine Einschätzung brauchst. |
| Betrieb und Team | Wer hinter dem Unternehmen steht und welche nachprüfbaren Qualifikationen vorhanden sind. |
| Referenzen | Welche eigenen Arbeiten du mit erlaubten Fotos und einer konkreten Beschreibung zeigen kannst. |
| Kontakt | Telefon, Mailadresse, Einsatzgebiet und ein übersichtlicher Weg zur Anfrage. |
| Rechtliche Informationen | Die zu deinem Betrieb und den verwendeten Diensten passenden Angaben, fachlich geprüft. |
Wenn du WordPress verwendest, kannst du dauerhafte Informationen wie Leistungen und Kontakt als Seiten organisieren. Aktuelle Ratgeber gehören dagegen in Beiträge. Die WordPress Dokumentation erklärt diese Unterscheidung. Ein Menü macht die angelegten Inhalte anschließend auffindbar.
Dein Einsatzgebiet lässt sich zunächst verständlich beschreiben. Lege nicht wahllos Ortsseiten an, auf denen du nur den Stadtnamen austauschst. Für den Besucher zählt, ob du tatsächlich zu seinem Projekt passt. Die Frage nach den erforderlichen Anbieterangaben behandelt unser Ratgeber zu den Pflichtangaben im Impressum.
Erst einmal eine Richtung sehen
Wie könnte dein eigener Auftritt aussehen?
Mit einem kostenlosen Erstentwurf bekommst du eine gestalterische Richtung für dein Unternehmen. Danach kannst du in Ruhe entscheiden, wie du weitergehen möchtest.
Gratis Erstentwurf anfragenWelche Technik brauchst du, um die Website selbst zu erstellen?
Wähle das System nach deinen Anforderungen und deiner Bereitschaft zur Pflege. Ein Baukasten bündelt viele Aufgaben beim Anbieter. Bei einem selbst betriebenen WordPress Auftritt musst du klären, wer Hosting, Aktualisierungen und Sicherungen übernimmt. Die Auswahl der Werkzeuge besprechen wir ausführlich im Homepage Baukasten Vergleich. Hier geht es um die Umsetzung danach.
Halte Domain, Vertragsunterlagen und Zugangsdaten geordnet in deinem Betrieb verfügbar. Prüfe vor der Buchung, welche Funktionen dein gewähltes Paket enthält und welche später zusätzlich kosten. Eine kostenlose Vorschau beantwortet noch nicht alle Fragen zu eigener Domain, Speicher, Formularen und einem möglichen Umzug.
Entscheide dich anschließend für eine überschaubare Gestaltung. Ein gut lesbarer Schriftstil, klare Abstände und einheitliche Schaltflächen reichen als Ausgangspunkt. Tausche zunächst die vorhandenen Beispielinhalte aus, bevor du zusätzliche Effekte einbaust. So erkennst du schneller, welche Bausteine dein Auftritt überhaupt benötigt.
Wie schreibst du verständliche Texte und wählst passende Fotos?
Beschreibe auf einer Leistungsseite zuerst die konkrete Arbeit. Bei einem Maler können das Innenanstriche, Untergrundvorbereitung oder Fassadenarbeiten sein. Nenne danach den Ablauf einer Anfrage und die Angaben, die du dafür brauchst. Formulierungen aus deinem Arbeitsalltag sind hilfreicher als austauschbare Werbesätze.
Nutze klare Zwischenüberschriften. Ein Besucher sollte beim Überfliegen erkennen, ob du seine Frage beantwortest. Google empfiehlt im Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung unter anderem hilfreiche, verständlich gegliederte und eigene Inhalte. Daraus folgt keine Garantie für einen bestimmten Platz in den Suchergebnissen.
Zeige bei Referenzen eigene Arbeiten, für deren Veröffentlichung du die nötigen Rechte und Freigaben hast. Ergänze kurz, welche Aufgabe vorlag und was ausgeführt wurde. Lass personenbezogene Details weg, die für die Beschreibung nicht benötigt werden. Wenn ein Bild aus einer anderen Quelle stammt, kläre die Nutzungsbedingungen vor dem Einbau.
Verkleinere große Fotos für den vorgesehenen Einsatz, statt die unveränderten Kameradateien hochzuladen. Kontrolliere den Bildausschnitt am Handy. Ein gutes Querformat kann im schmalen Ausschnitt wichtige Details verlieren. Auch Texte, die bereits in ein Foto eingebrannt sind, werden auf kleinen Bildschirmen schnell schlecht lesbar.
Erfinde keine Bewertungen oder Ergebnisse, um eine leere Sektion zu füllen. Eine ehrliche Beschreibung deines Betriebs ist die bessere Grundlage. Du kannst den Auftritt später um weitere echte Projekte ergänzen.
Was solltest du vor und nach dem Veröffentlichen prüfen?
Eine fertige Ansicht am großen Bildschirm ist noch keine vollständige Prüfung. Responsives Webdesign bedeutet, dass sich der Aufbau an unterschiedliche Bildschirmgrößen anpasst. Teste deshalb mit schmalen Ansichten und zusätzlich auf einem echten Handy.
- Sind Überschriften und Fließtexte ohne Vergrößern lesbar?
- Bleiben Bilder, Tabellen und Karten innerhalb des vorgesehenen Bereichs?
- Lassen sich Menü und Schaltflächen gut bedienen?
- Funktionieren Telefonlink, Mailadresse und alle internen Verweise?
- Kommt eine eigene Testanfrage tatsächlich im gewünschten Postfach an?
- Sind Beispieldaten entfernt und rechtliche Informationen erreichbar?
Prüfe beim Formular die ganze Strecke. Eine Erfolgsmeldung im Browser beweist noch nicht, dass die Nachricht zugestellt wurde. Öffne das empfangende Postfach und kontrolliere auch die Antworten an den Absender. Wenn du mehrere Empfänger oder Weiterleitungen nutzt, teste genau diese Konfiguration.
Plane den Zeitaufwand in getrennten Arbeitspaketen: Konzept, Texte und Fotos, Aufbau, Prüfung und spätere Pflege. Ein schneller Start im Editor kann gelingen, während das Sammeln geeigneter Inhalte länger braucht. Eine feste Fertigstellungsdauer lässt sich deshalb ohne deinen Umfang und dein Ausgangsmaterial nicht seriös nennen.
Nach dem Start bleiben Kontaktdaten, Leistungen und Referenzen aktuell zu halten. Bei einem selbst betriebenen System gehören auch die vereinbarten technischen Aufgaben dazu. Wer das nicht selbst übernehmen möchte, sollte die Wartung und Betreuung der Website früh klären. Zur Budgetplanung findest du weitere Hinweise unter Website Kosten.
Häufige Fragen zur eigenen Website
Wie viel kostet es, eine eigene Website zu machen?
Das hängt von System, Umfang und zusätzlichen Leistungen ab. Berücksichtige Domain, Hosting oder Baukastenpaket, mögliche Erweiterungen und deine eigene Arbeitszeit. Vergleiche den gesamten benötigten Umfang, statt nur auf den Einstieg in einen Editor zu schauen. Eine verbindliche Summe lässt sich ohne diese Angaben nicht nennen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Homepage und einer Website?
Mit Website ist der gesamte Internetauftritt gemeint. Die Homepage bezeichnet im engeren Sinn dessen Startseite. Im Alltag werden beide Begriffe häufig gleich verwendet. Für deinen Seitenplan ist entscheidend, welche Inhalte und Aufgaben der gesamte Auftritt abdecken soll.
Welche kostenlose Homepage ist die beste?
Eine pauschal beste Lösung gibt es für deinen Betrieb nicht. Prüfe bei einem kostenlosen Angebot, ob es deine benötigten Funktionen, eine passende Adresse und einen späteren Ausbau ermöglicht. Sobald du die Anforderungen kennst, kannst du Angebote sinnvoll vergleichen. Die reine Anzahl der Vorlagen entscheidet das nicht.
Quellen: Google Search Central, WordPress Dokumentation und MDN Web Docs. Die Originalquellen sind bei den betreffenden Absätzen verlinkt und wurden am 24. Oktober 2026 abgerufen.
Sieh dir erst an, was zu deinem Betrieb passt.
Du möchtest eine konkrete gestalterische Richtung sehen? Frag deinen kostenlosen Erstentwurf an. Wenn du bereits eine Website hast, kannst du zuerst die kostenlose Analyse nutzen. Danach entscheidest du über den nächsten Schritt.
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