Google Ads / Entscheidungshilfe

Google Ads selbst machen oder Agentur?

Die ehrliche Antwort ist: Es kommt darauf an — auf zwei Dinge. Wie hoch dein Budget ist, und wie viel deine eigene Zeit wert ist.

Auf dieser Seite steht auch, wann du uns nicht brauchst. Wir schreiben das hin, weil ein Kunde, der bei uns falsch aufgehoben ist, nach drei Monaten wieder weg ist und sich zu Recht ärgert.

Vier Wege im Vergleich

Kein Weg ist grundsätzlich besser. Der Unterschied ist, was dich mehr kostet — Geld oder Zeit. Was wir übernehmen, wenn die Wahl auf die Agentur fällt, steht auf der Seite zu Google Ads.

nur dein Werbebudget

Selbst machen

Richtig, wenn dein Budget unter 500 € im Monat liegt, du dein Geschäft in Suchbegriffen denken kannst und dir Tabellen keine Angst machen. Bei kleinen Budgets frisst jede Betreuungspauschale den Vorteil auf, den sie bringen soll. Rechne mit ein bis zwei Tagen Einarbeitung und danach zwei bis vier Stunden im Monat.

Geht schief, wenn du es nach zwei Wochen nicht mehr anfasst. Ein unbeaufsichtigtes Konto wird nicht neutral, es wird teurer.

sehr unterschiedlich

Freelancer

Richtig, wenn du jemanden willst, der genau eine Sache macht und gut darin ist, und du selbst genug verstehst, um die Arbeit zu beurteilen.

Der Haken: Urlaub, Krankheit und ein besserer Auftrag anderswo sind reale Risiken. Und die Suche nach dem richtigen dauert länger als die Einarbeitung, die du dir sparen wolltest.

ab etwa 1.000 € im Monat

Große Agentur

Richtig, wenn du fünfstellige Budgets bewegst, mehrere Länder oder einen Shop mit tausenden Artikeln hast. Dort zahlt sich Spezialisierung wirklich aus. Manche Anbieter nehmen dich erst ab 3.000 € Werbebudget an.

Der Haken bei kleinen Budgets: Du bist der kleinste Kunde im Portfolio und bekommst den Betreuer, der gerade frei ist.

490 € Setup, 390 € im Monat

Wir

Richtig, wenn du zwischen 500 und 3.000 € im Monat einsetzt, keine Lust auf die Einarbeitung hast und einen festen Ansprechpartner willst.

Der Haken, ehrlich: Bei 500 € Budget zahlst du 390 € Betreuung auf 500 € Werbung. Das Verhältnis wird erst ab etwa 800 € angenehm. Wenn du 300 € im Monat einsetzen willst, mach es selbst.

Was die Einarbeitung wirklich bedeutet

Was Google dir zeigt

  • Konto in zehn Minuten, ein Assistent führt dich durch
  • Voreinstellungen sind gesetzt, Empfehlungen erscheinen als Häkchen zum Annehmen
  • Am Ende steht eine Anzeige — es fühlt sich fertig an

Was dann tatsächlich passiert

  • Weitgehend passende Keywords bringen Klicks auf „gehalt", „ausbildung" und „selber machen"
  • Das Partnernetzwerk zeigt deine Anzeige auf Seiten, die du nie ausgewählt hast
  • Automatische Erweiterungen erfinden Anzeigentexte
  • Ohne Messung siehst du Klicks, aber keine Anfragen
  • Die Empfehlungen, die Google dir vorschlägt, erhöhen in aller Regel dein Budget

Alle diese Schalter kann man selbst finden und umlegen. Sie stehen nur nicht dort, wo der Assistent hinführt.

Häufige Fragen

Kann man Google Ads wirklich selbst machen?

Ja. Es ist kein Geheimwissen, und die offizielle Hilfe von Google ist gut. Rechne mit ein bis zwei Tagen Einarbeitung und danach zwei bis vier Stunden im Monat. Wenn dir diese Stunden weniger wert sind als 390 €, mach es selbst.

Ab wann lohnt sich eine Agentur?

Grob: ab etwa 800 € Werbebudget im Monat. Darunter ist der Anteil, den die Betreuung vom Gesamteinsatz frisst, zu groß. Darüber holt eine saubere Steuerung normalerweise mehr heraus, als sie kostet — vor allem dadurch, dass Klicks wegfallen, die nie Kunde geworden wären. Die Zahlen dazu stehen auf Was Google Ads kostet.

Was ist mit Anbietern, die erfolgsbasiert abrechnen?

Klingt fair, hat aber einen Haken: Es muss definiert sein, was Erfolg ist. Wenn Erfolg „Klick" heißt, zahlst du für Klicks. Wenn Erfolg „Anfrage" heißt, wird jede Anfrage gezählt, auch die unbrauchbare. Frag immer nach, wie gezählt wird und wer misst.

Ihr würdet mir wirklich abraten?

Ja, und das passiert regelmäßig. Die häufigsten Fälle: Das Budget ist zu klein. Es geht niemand ans Telefon. Oder die Leistung wird bei Google schlicht nicht gesucht — dann hilft kein Konto, sondern ein anderer Kanal.

Wenn ich es erst selbst probiere, kann ich später wechseln?

Ja, und das ist oft der bessere Weg. Du weißt dann, wie es funktioniert, und kannst beurteilen, ob unsere Arbeit etwas taugt. Wir übernehmen bestehende Konten; was du gelernt hast, ist dabei kein verlorener Aufwand, sondern der Grund, warum die Zusammenarbeit schneller wird.

Unentschieden? Frag einfach.

Vierzig Minuten Erstgespräch, danach weißt du, welcher der vier Wege bei deinen Zahlen der richtige ist. Auch wenn die Antwort „mach es selbst" lautet.