Mehr Google-Bewertungen bekommen:
der Ablauf, nicht die Tipps
Es gibt hundert Listen mit Tipps zum Thema. Das Problem ist selten, dass jemand nicht weiß, dass er fragen soll — sondern dass im Alltag niemand dazu kommt. Deshalb steht hier weniger, was man tun könnte, und mehr, an welchem Punkt es im Betrieb hängt.
Der richtige Moment
Die Rücklaufquote entscheidet sich am Zeitpunkt, nicht am Text der Nachricht. Gefragt wird, solange der Kunde die Leistung noch vor Augen hat: bei der Abnahme, an der Kasse, mit der Rechnung, direkt nach dem Termin. Drei Wochen später ist die Zufriedenheit abgekühlt und der Anlass weg.
Der Zeitpunkt schlägt den Text
Solange der Kunde die Leistung vor Augen hat, bewertet er. Danach nicht mehr — egal wie gut die Nachricht formuliert ist.
Ein Kanal, den er ohnehin nutzt
Wer per WhatsApp mit dir schreibt, bewertet nach einer WhatsApp-Nachricht. Wer nur Papier bekommt, braucht einen QR-Code auf dem Papier. Eine Serienmail an alle Kontakte auf einmal ist der schlechteste Weg — falscher Zeitpunkt, und zwanzig Bewertungen an einem Tag sehen für Google aus wie gekauft.
Keine Vorauswahl
Erst intern fragen „Waren Sie zufrieden?“ und nur die Zufriedenen zu Google schicken, verstößt gegen die Google-Richtlinien. Gefragt wird jeder oder keiner.
Bewertungslink und QR-Code
Den Link bekommst du bei Google
- Unternehmensprofil öffnen — als Inhaber angemeldet bei Google Maps oder über die Suche nach deinem eigenen Namen
- Im Profil auf „Rezensionen anfordern“ beziehungsweise „Bewertungen erhalten“
- Google zeigt dir einen kurzen Link und einen fertigen QR-Code zum Herunterladen
- Denselben Link kannst du auf einen NFC-Chip schreiben lassen — Aufsteller, Karte, Sticker oder Schlüsselanhänger. Der Kunde hält das Handy dran, statt zu scannen; das spart den Schritt, in dem die meisten aussteigen
- Der Link öffnet direkt das Bewertungsfenster mit den fünf Sternen — der Kunde muss nicht suchen, nicht scrollen und nichts finden
Wo QR-Code oder NFC-Chip hingehören
- Auf die Rechnung, ganz unten, mit einem Satz Erklärung
- Auf einen kleinen Aufsteller an Tresen oder Empfang — als NFC-Chip statt QR-Code muss der Kunde nur das Handy dranhalten, das spart ihm das Scannen
- In den Kofferraum oder die Fahrerkabine, für Monteure zum Zeigen
- Auf die Rückseite der Visitenkarte
- In die E-Mail-Signatur des Büros
- Nicht an die Eingangstür, wo ihn niemand scannt, während er reingeht
Was in die Nachricht gehört — und wer fragt
Die Nachricht
- Warum du fragst, in einem Satz — „Wir werden fast nur über Google gefunden“
- Wie lange es dauert
- Der Link, nichts weiter
- Kein Druck, keine Erinnerung nach zwei Tagen, keine dritte Nachricht
Wer fragt
Am besten die Person, die den Kunden kennt — Monteur, Bedienung, Behandler. Am zuverlässigsten aber ist das System: Was an einem festen Punkt im Ablauf hängt, passiert. Was am guten Willen hängt, passiert in den ersten drei Wochen und danach nicht mehr. Das ist der eigentliche Grund, warum Betriebe mit gleicher Kundenzufriedenheit bei zwölf oder bei hundertzwanzig Bewertungen stehen.
Was nicht erlaubt ist
- Geld, Gutscheine, Rabatte oder Geschenke für eine Bewertung — Anreize sind bei Google verboten, und bestraft wird dein Profil
- Nur die Zufriedenen zur Bewertung schicken
- Bewertungen kaufen. Warum das schiefgeht, steht auf Google-Bewertungen kaufen
- Selbst bewerten, Mitarbeiter bewerten lassen, Familie bewerten lassen
- Öffentliche Zähler oder Wettbewerbe, die Kunden erkennbar unter Druck setzen
Häufige Fragen
Wie viele Bewertungen sind genug?
Wie oft darf ich nachfragen?
Zählt eine Bewertung ohne Text?
Was mache ich mit Kunden ohne E-Mail-Adresse?
Bringen Bewertungen etwas für die Google-Platzierung?
Warum sehe ich eine abgegebene Bewertung nicht?
Wie bekomme ich meinen Bewertungslink, wenn ich das Profil nicht verwalte?
Der Unterschied liegt nicht im Text der Anfrage
sondern darin, ob sie überhaupt rausgeht. Wie wir das so einrichten, dass es nach jedem Auftrag automatisch passiert, steht auf unserer Leistungsseite.
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