Mitarbeitergewinnung / Social Recruiting
Recruiting da, wo die Leute abends sowieso sind.
Social Recruiting heißt: Wir zeigen deine offene Stelle Menschen, die gar nicht gesucht haben. Nicht auf einem Jobportal, sondern zwischen zwei Videos auf Instagram, um Viertel nach neun.
Diese Seite erklärt, wie so eine Kampagne aufgebaut ist. Was sie kostet und wie das Ganze bei uns abläuft, steht auf der Übersichtsseite.
Warum das überhaupt funktioniert
Die Guten suchen nicht
Wer seinen Job kann, hat einen. Er schaut nicht auf Jobportale, aber er schaut jeden Abend aufs Handy. Dort ist er erreichbar, dort ist der Wettbewerb um seine Aufmerksamkeit deutlich kleiner.
Du kannst den Radius genau ziehen
25 Kilometer um deinen Betrieb, passende Altersgruppe, passende Interessen. Eine Anzeige, die nur Menschen sieht, für die der Arbeitsweg realistisch ist.
Du siehst, was passiert
Wie viele die Anzeige gesehen haben, wie viele geklickt haben, wie viele das Formular ausgefüllt haben. Bei einer Zeitungsanzeige weißt du nichts davon.
Die vier Flächen
Die wichtigste Fläche für gewerbliche Berufe und Azubis. Kurze Videos und Bilder aus dem echten Betrieb schlagen jede gestellte Aufnahme.
Erreicht zuverlässig die Altersgruppe ab Mitte dreißig — Gesellen mit Erfahrung, Fachkräfte, Quereinsteiger. Wird unterschätzt und ist meist günstiger als Instagram.
TikTok
Für Azubis und Nachwuchs. Lohnt sich, wenn du wirklich junge Leute suchst, und braucht eigenes Material — dieselben Motive wie auf Instagram funktionieren dort nicht.
WhatsApp und Telefon als Weg zurück
Die Bewerbung endet nicht im Postfach, sondern als Nachricht oder Anruf. Was am schnellsten geht, gewinnt.
Wie die Kampagne entsteht
Zuhören
Wir fragen dich das, was ein Bewerber wissen will: Wann ist Feierabend? Gibt es ein Fahrzeug? Wer ist der Chef? Was passiert, wenn jemand krank wird? Aus den Antworten entsteht das Angebot.
Zielgruppe abstecken
Beruf, Radius, Alter, Interessen. Für einen Anlagenmechaniker sieht das anders aus als für eine MFA — und in Berlin anders als in Kiel.
Motive bauen
Drei bis fünf Varianten, weil man vorher nicht weiß, welche zieht. Ein Motiv nennt das Gehalt, eins die Arbeitszeit, eins zeigt das Team. Danach entscheiden die Zahlen, nicht der Geschmack.
Formular statt Bewerbung
Drei bis fünf Fragen. Erfahrung, Führerschein, ab wann. Kein Anschreiben, kein Upload. Wer das Formular ausfüllt, hat schon mehr gesagt als in den meisten Bewerbungsmappen steht.
Ausspielen und lernen
Die erste Woche ist teuer, weil die Plattform noch nicht weiß, wen sie ansprechen soll. Danach wird es besser. Wer nach fünf Tagen abbricht, hat nur den Lernteil bezahlt.
Nachschärfen
Motive tauschen, bevor sie ausgereizt sind. Budget auf die Anzeige verschieben, die liefert. Zielgruppe nachziehen, wenn die falschen Leute antworten.
Was eine Anzeige haben muss, die funktioniert
Eine Zahl in der ersten Zeile
Gehalt, Arbeitszeit oder Fahrtweg. Etwas Überprüfbares. „Attraktive Vergütung" liest niemand zu Ende.
Ein Gesicht aus dem Betrieb
Der Chef oder ein Kollege, mit dem Handy gefilmt. Wirkt zuverlässig besser als professionelles Material, weil es echt aussieht.
Der Grund, warum jemand wechseln sollte
Nicht warum der Job gut ist, sondern warum er besser ist als der, den die Person gerade hat.
Ein einziger nächster Schritt
Ein Button, eine Handlung. Keine Auswahl zwischen Formular, E-Mail und Rückruf.
Kein Firmenjargon
Keine Stellenbezeichnung aus dem Organigramm. Die Leute suchen nach dem, was sie tun, nicht nach deiner internen Bezeichnung dafür.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zu einer Stellenanzeige auf einem Portal?
Auf dem Portal wartest du darauf, dass jemand sucht. Bei Social Recruiting gehst du zu Leuten, die nicht suchen. Beides kann sinnvoll sein — nur ersetzt eins das andere nicht.
Müssen wir selbst Videos drehen?
Nein, es geht auch ohne. Mit Material aus dem Betrieb wird es aber deutlich besser, und dafür reicht ein Handy und zwanzig Minuten auf der Baustelle.
Sehen unsere eigenen Leute die Anzeige?
Ziemlich sicher ja, und der Betrieb um die Ecke auch. Das ist kein Fehler, sondern gehört dazu — sag es deinem Team lieber vorher.
Funktioniert das auch auf dem Land?
Bis zu einem gewissen Punkt. Je kleiner der Radius, desto weniger Menschen sind erreichbar und desto teurer wird jede Bewerbung. Ob dein Radius trägt, sehen wir im Erstgespräch.
Wie lange hält eine Anzeige?
Erfahrungsgemäß nutzen sich Motive nach einigen Wochen ab — die immer gleichen Leute sehen sie immer wieder. Deshalb gehören neue Motive zur laufenden Betreuung und sind kein Zusatzposten.
Was ist mit dem Datenschutz?
Die Bewerberdaten laufen über ein Formular auf deiner eigenen Seite, nicht über einen fremden Dienst. Wer die Daten wie lange sieht, wird vorher geklärt und steht in deiner Datenschutzerklärung.
Wir schauen uns deine Stelle einmal an.
Im Erstgespräch sagen wir dir, ob dein Beruf und dein Radius für Social Recruiting taugen. Wenn nicht, sagen wir das auch.
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